Newsletter #6

Der Jahresendspurt ist da – und damit die Flut an Spotify Wrapped & Co. 🎧
Also habe ich mir meinen eigenen Rückblick gebaut:

10 Spiele, die mich 2025 (wieder) am meisten gefesselt haben – von Grim Dawn über Baldur’s Gate 3 und Diablo 4 bis zu Split Fiction im Couch-Koop.

Ein paar Entdeckungen wie Libro, kagi, Niagara Launcher, IKEA Smarthome, T1P und eine neue Serie, die das „sehenswert“-Siegel bekommt.

Und: Wie sich /e/OS zwischen Datenschutz, App-Store, Alltagsnutzung und genervten Augenrollen wirklich geschlagen hat.

Neugierig, welche drei Spiele keine Franchise-Fortsetzungen sind – und warum ich /e/OS trotzdem im Blick behalte?

Der Jahresendspurt hat gestartet und damit auch eine Flut an Rückblicken. Ob Spotify Wrapped, Discord Checkpoint, YouTube Recap oder Steam Rückblick, an jeder Ecke wird man damit zugeworfen. Ich werde mir also auch die Mühe machen und mal schauen, welche zehn Spiele ich im letzten Jahr (wieder) gespielt habe und damit am häufigsten gespielt habe – da XBox dieses Jahr sein Budget für das nächste Jahr, ein Jubiläumsjahr zusammenhält, ist XBox Wrapped 2025 hinten runter gefallen…

  1. unangefochten an der Spitze und auch in diesem Jahr wieder gespielt habe ich „Grim Dawn„, dass angeblich mit (insgesamt) 225 Stunden auch mit großem Abstand führt.
  2. The Witcher 3“ mit seinen Add-Ons teilt sich ein wenig auf. Insgesamt sind es ca. 106 Stunden, allerdings auf der XBox (die zwar die Speicherstände übernehmen konnte, aber ansonsten extra gewertet wird) sind es nur etwa 8 Stunden… Das muss ich auf jeden Fall noch vor dem neuen The Witcher zu ende bringen!
  3. Baldurs Gate 3“ mit fast 65 Stunden schafft es gerade noch aufs Treppchen und wird mich aber sicherlich auch noch eine Weile begleiten
  4. Diablo 4“ hat es mit der Ankündigung des neues Add-Ons doch wieder in meine Spielezeit geschafft, insgesamt mit 45,5 Stunden
  5. Call Of Duty“ – das musste ja kommen. Immerhin war der neue Teil kurzweilig, wird mich aber nicht sehr viel länger fesseln können. Immerhin für fast 39 Stunden hat es gereicht
  6. The Ascent“ konnte mich auch in diesem Jahr wieder ausgiebig frustrieren und ich habe nach wie vor das Gefühl da keinen Deut voran zu kommen – aber es summiert sich zu frustigen 22 Stunden
  7. Claire Obscure: Expedition 33“ ist der Neuling in der Liste. Es hat zwar erst für fast 12 Stunden gereicht, aber das werden ziemlich sicher noch mehr.
  8. Split Fiction“ spiele ich mit meiner Frau zusammen und es macht Spaß. Nicht so viel wie „It Takes Two„, aber es ist ein würdiger Nachfolger, der uns für 10 Stunden fesseln konnte (eigentlich dann ja 20, oder…?)
  9. Nicht so richtig zünden will „Indiana Jones and The Great Circle„, dass mich nur für 9 Stunden unterhalten hat. Ich schätze, das war der Punkt, an dem ich rausgefunden habe, dass ich die Nazis in der Regel einfach umkloppen kann… Ist zwar grundsätzlich die richtige Vorgehensweise mit Nazis, aber in dem Spiel wird es dann schnell zu einfach.
  10. Und gerade so in die Top 10 hat es dann noch „DOOM: The Dark Age“ geschafft. Ein tolles Spiel, dass ich immer mal zwischen drin spiele. Insgesamt sind da 7 Stunden zusammen gekommen.

Interessant zu sehen finde ich (mal wieder), dass von den zehn Titeln nur drei „neue“ Spiele sind, die nicht ein bekanntes und schon verspieltes Franchise aufgreifen. Umso schöner, dass es diese Spiele noch gibt. Was sind Eure Spiele aus 2025?

P.S.:dieser Rückblick ist auch gut 🙂

Entdeckt & geteilt

  1. Libro: die Plattform möchte, dass ich Hörbücher über meinen lokalen Buchladen kaufe. Ich finde die Idee dahinter sehr gut und finde es auch wichtig, „den lokalen Buchladen“ zu unterstützen und werde mir die App zwischen den Jahren definitiv mal anschauen.
  2. IKEA Smarthome: ja, jetzt bläst der schwedische Möbelgigant auch zum Smarthome-Angriff. Ich bin sehr gespannt, wie gut das angenommen wird. Aber dadurch, dass sie sehr kundenorientiert sind und sehr präsent könnte das funktionieren. Ihre Kooperation mit Sonos fand ich auch schon gut.
  3. Niagara Launcher: dieser Launcher ist ein echter Hingucker, der mein Smartphone eine ganze Weile geprägt hat. Er ist aufgeräumt, übersichtlich und entzieht, wenn richtig eingestellt, auch die Zeitfresser aus der direkten Aufmerksamkeit. Ich finde ihn sehr schön, war aber mit dem Preis für die Pro-Version von 12,99 € pro Jahr (Jahresabonnement) bzw. 39,99 € als einmalige Zahlung (noch) zu hoch. Immerhin sehr gut, dass es auch eine Einmalzahlung gibt und kein Abo aufgezwängt wird
  4. kagi: diese Suchmaschine möchte, dass Du nicht das Produkt bist, sondern einfach suchst. Um dann trotzdem noch etwas zu verdienen, bieten sie die Suchmaschine gegen Bezahlung an. An dieser Stelle finde ich es richtig, dass man offen sagt, wo dann das Geld für Entwicklung und Unterhaltung her kommt, nämlich vom Nutzer. Und damit durchaus sinnvoll.
  5. Nobody Wants This: auch in der zweiten Staffel macht die Serie um den Rabbi und die Podcasterin Spaß, auch wenn es nicht den „WOW-Effekt“ der ersten Staffel einfangen kann. Aber wir haben es trotzdem sehr gefeiert und können für Joanne und Noah das Prädikat „sehenswert“ ausgeben!
  6. T1P: mit diesem Tool kann man lange Links einfach einkürzen. Besonders an diesem Service ist, dass er einen Phishing- und Malware-Schutz bietet und DSGVO-konform ist. Und er kommt aus Deutschland.
  7. Robbie Williams: der Ex-Take-That-Aber-Besser-Solo-Superstar bringt eine neue Scheibe auf den Markt. „Britpop“ könnte nach den ersten Singles, die man schon hören kann, ganz interessant werden. Auch wenn nichts mehr an die „Life Through A Lense“ rankommen wird *seufz*

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte und Fazit

Es gibt glaube ich viele Dinge, die man im Zusammenhang mit dem System /e/OS als positiv bezeichnen kann: die Courage endlich den beiden Marktführern die Stirn zu bieten, ein System, dass sich versucht für den Datenschutz einzusetzen oder der Versuch, ein Mobiltelefon-Ökosystem zu schaffen, dass nicht von vornherein durch den Netzwerk-Effekt ausgeklammert wird. So weit so gut. Aber leider haben sich die meisten Menschen – und das beinhaltet auch mich – an den nahtlosen und reibungsfreien Betrieb des Handies gewöhnt, dass die kleinste Verzögerung zu gerunzelter Stirn und unbehagen führt. Darüber hinaus tut Google auch seinen Teil, dass es eben nicht so nahtlos klappen kann.

ABER! Das System ist im Vergleich der meisten Android-Alternativen echt sehr ausgereift und mit dem App-Shop sind auch die wichtigsten Apps vorhanden. Sie arbeiten gut und flüssig und man kann, mit wenigen Abstrichen, das System voll umfänglich nutzen. Wenige Sachen funktionieren nicht und auch das ist etwas sehr positives.

Ich für meinen Teil habe die Nutzung zwar erst einmal beendet, werde aber bei allen großen Releases wieder reinschauen. Auch das ist Positiv – etwas auf das ich mich freuen kann. Also, geht und schaut, ob /e/OS für Euch nicht vielleicht doch etwas sein könnte. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dem Projekt eine faire Chance geben würdet. Vielleicht auf einem neuen Fairphone als Pre-Installiertes System? Denn auch das gibt es positiverweise schon!

Extro

Weihnachtlicher Klassiker incoming:

Habt ein paar schöne, verspielte und entspannte Tage. Und bis zum nächsten Newsletter, der wahrscheinlich im nächsten Jahr kommt.

Mein Rückblick auf die Gamescom 2025

Es waren zweieinhalb super interessante aber auch super anstrengende Tage auf der Gamescom, die mir gezeigt haben, wie toll und interessant mein Hobby ist.
Und auch wenn ich am Sonntag Abend nicht mehr wirklich laufen konnte, bin ich doch mit einem glücklichen Grinsen von der Messe gegangen. Und dem festen Vorsatz, das im nächsten Jahr nochmal zu machen.

Es waren zweieinhalb super interessante aber auch super anstrengende Tage auf der Gamescom, die mir gezeigt haben, wie toll und interessant mein Hobby ist. Auch war ich (mal wieder) davon überrascht, wie divers, fantsievoll und frundliche die Gamer waren, die ich getroffen habe. Von Cosplayer:innen, zu begleitenden Eltern und Standmitarbeiter:innen habe ich in der ganzen Zeit fast keinen unfreundlichen Menschen erlebt. Gerade der Aspekt der Diversität hat mich sehr überrascht und gefreut zugleich. Die Gamer-Community ist damit für mich (neben der Metall-Szene) ein weiterer Beweis, dass ehemalige Randgruppen ihre Herkunft nicht vergessen. Viele schöne und liebevoll gestaltete Kostüme waren zu sehen und ich war überrascht, wie viele unterschiedliche Kostüme da waren – auch wenn ich gerade im Bereich der asiatisch geprägten Spiele die meisten Charaktere und Spiele nicht kannte.

Cosplayer:in in action. Einfach schön!

Die Messe wirkte trotz allem in manchen Teilen überraschend überschaubar. Große Publisher und Blockbuster-Titel gab es einige, die sich aber sehr konzentriert haben. Dadurch kam das Gefühl auf, dass vielleicht etwas Glanz und die unterschiedlichen Angebote fehlten. Zwei Messehallen waren von nur sehr wenigen Spielen dmoniert (mit ausgesprochen langen Warteschlangen). Zwar waren diese Spiele mit riesigen Messeständen vertreten (Lego Batman, Anno 117, Borderlands 4 und andere), nur die dazugehörigen Publicher blieben meist etwas im Hintergrund. An manchen Stellen kam es zu Dopplungen, wenn der eine große Publisher XBox mehrere Spiele an seinem Stand vorstellte, die an anderer Stelle noch mal prominent vertreten waren. Borderlands in Ruhe und mit kleiner Schlange spielen? Habe ich auf dem XBox-Stand gemacht. Dafür habe ich aber auch keine Maske gekriegt. Unter den großen Namen stachen vor allem Microsoft mit Xbox, Nintendo, Ubisoft und Bandai Namco hervor. Der Pokemon-Bereich füllte gefühlt eine halbe Halle mit allen Variationen seines Universums. Und ja, es gab sehr, sehr viele Pokestopps und Pokemons in den Messehallen. Daneben sorgten auch Hardware-Hersteller wie Alienware und MSI für auffällige Präsentationen. Für mich ein Eye-Catcher waren Wasserkühler mit eigenen Mini-Displays – die machen natürlich nur Sinn in einem Gehäuse mit Glasfenstern.

Ich sage nicht, dass man einen eigenen Monitor auf der Wasserkühlung braucht – aber der hier hat dogar ein geflextes Display…

Gänzlich anders stellte sich das Segment der Indie-Spiele dar. Es herschte ein super gemischtes Bild unterschiedlicher Spielideen, Umsetzungen und Grafikstilen; alles hatte seinen Platz. Dort habe ich fast einen ganzen Tag verbracht, ohne dass es langweilig oder repetetiv wurde. Besonders fastiniert war ich dabei vom direkten Austausch mit den kreativen Köpfen. Die Gespräche mit den Entwickler:innen waren von einer spürbaren Leidenschaft getragen und hoben sich deutlich von den oft routiniert (a.k.a. gelangweilt) vorgetragenen Präsentationen der großen Stände ab. Hier konnte ich fragen, warum der Stil so gewählt wurde, was die Motivation hinter dem Spiel war und welcher Komponist für den Soundtrack Pate stand.

Und so gab es zwischen den vielen Spielen ein paar besondere Perlen, bei denen ich mich mit den Entwicklern teilweise richtig „festgequatscht“ habe. Zu den spannendsten Entdeckungen gehörte „Willow Guard”, ein atmosphärisches Action-Adventure, das eine Mischung aus klassischer Erzählweise und modernen Mechaniken verspricht. Das der Protagonist, ein Dachs mit zwei Schwertern auf dem Rücken, eine frapierende Ähnlichkeit mit einem gewissen Gerald von Rivia hat, konnte ich mit den Entwicklern genauso besprechen, wie die Frage nach den unterschiedlichen Grafikstilen, die das Spiel präsentiert. Die Finninen und Finnen haben mir dann noch versprochen, dass es auch im Laufe des nächsten Jahres (wahrscheinlich) noch die Portierung des Spiels mit sämtlichen Add-Ons auf die Konsolen Playstation 5 und XBox Series X geben werde. Eine Controler-Steuerung war eh schon vorgesehen. Ich habe mich durch das Demo-Level geschnetzelt und festgestellt, dass das Spiel genau den richtigen Grad zwischen Pixel-Optik und moderner Machart getroffen hat, der mich anspricht. Und der „Badger of Blavinkel“ macht mir echt Spaß!

Hyronimus“ wirkte dagegen experimenteller – ein Puzzle-Spiel mit einem beinah philosophischen Ansatz, das stark mit seiner audiovisuellen Gestaltung spielt. Hier wurde die Kunst von Hyronimus Bosch zum Vorbild genommen, um in verschiedenen zeit- und kontextkonformen Rahmen einen Teil der Geschichte zu erzählen. In Summe ist dabei immer ein Leitmotiv in einer der Welten zu erkennen, wie z.B Völlerei oder Rachsucht. Ob es sich grundsätzlich an den Todsünden orientierte, erinnere ich nicht mehr. Aber als Welten fungierten immer auch reale und geschichtlich passende Settings wie z.B. der Bauernkrieg. Dabei wird das Spiel von den Macher:innen als Action-Adventure beschrieben, da für Aufgaben immer unterschiedliche Lösungsansätze gewählt werden können. Wann es kommt? „Da wollen wir uns nicht so festlegen.“ sagte mir der Entwickler Jörn Friedrichs. Und zum krönenden Abschluss haben die Macher:innen am letzten Tag der GamesComn den Preis für das beste Indiespiel beim FYNG-Award gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Eindruck hinterließ auch „Ayasa„, ein Projekt aus Armenien, das sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur beschäftigt und dabei auf mythische Bilder und traditionelle Einflüsse setzt. Es ist dabei ein Patchwork aus unterschiedlichen Einflüssen und Vorbildern, die zu einem interessanten neuen Gesamtwerk verwebt werden. Die Musik wurde von einem armenischen Komponisten entliehen und variiert. Auf der offiziellen Seite findet man zum Spiel dann auch folgenden Text: „Every aspect of the game is inspired by renowned masters of dark aesthetics and philosophical surrealism: Tim Burton, Hayao Miyazaki, Robert Sahakyants, Yervand Kochar, René Laloux, Zdzisław Beksiński, and Franciszek Starowieyski. Their influence is evident in the visual style, atmosphere, and profound narrative depth. Players can expect an unforgettable experience that combines subtle storytelling, intense gameplay, and emotional immersion.“ Auch Edgar Janoyan war sehr bereit, meine Fragen zu seinem Spiel zu beantworten und sich mit mir über surreale Welten, Kunst als Teil der Videospiele und Videospiele als Teil der Kunst zu unterhalten.

Allesamt Titel, die neugierig darauf machen, wie sie sich anfühlen werden, wenn sie eines Tages veröffentlicht sind. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Menschen hinter Willow Guard, die mit viel Geduld und Begeisterung Einblicke in ihre Arbeit gaben und meine Fragen beantwortet haben. Davon ab habe ich im Indie-Area auch den Stand der bpb gefunden, die einen eigenen Stand für politische „Serious-Games“ hatten. Es wurden fünf kuratierte Spiele vorgestellt: „Compensation Not Guaranteed“ (Thema postkoloniales Süd-Ost-Asien), „Glass House“ (Zu politischer Meinungsbildung und Resillienz), „Media Circus“ (Meinungsmache und Fakenews), „The Darkest Files“ (Aufarbeitung der Nazi Vergangenheit) und „Take Us North“ (Migration in die USA – Trailer auf Youtube). Um letzteres ist es dann auch noch ziemlich laut geworden, weil der Youtuber Asmongold ziemlich Stimmung gegen das Spiel gemacht hat – als „Propaganda“ und „Simulation Illegaler Einwanderung“ hat er es bezeichnet, nachdem er schon durch das Nennen der Pronomen der Sprecherin getriggert wurde… Es wurden auch alle Hinweise auf das Spiel von diversen Seiten, wie z.B. der GamesCom-Seite gelöscht. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, wie ich das finden soll und werde mich in einem anderen Post mal eingehender damit beschäftigen.

Aber zurück zur Messe. Ein Aspekt, der sich über die gesamte Messe zog war Fortnite. Ich wusste wohl, dass es das „in“-Spiel einer jungen Generation ist, habe aber erst auf der Messe erleben dürfen, was das wirklich meint. Kein anderer Titel war so präsent: Fast jeder Hardware-Stand nutzte das Spiel, um Grafikkarten, Monitore oder Eingabegeräte vorzuführen. Der Sohn eines Freundes, der selbst als Teil der Szene verwurzelt ist, gab Einblicke in eine Welt, die von eigenen Stars wie Rezon ay, Vic0 Tryona, Volko, Cringe und Fray fnx geprägt wird. Dieser Kosmos wirkt jung und dynamisch – oder bin ich es einfach, der mittlerweile so alt geworden ist? Wie dem auch sei: Er hat sich seine eigene Kultur geschaffen – von Ingame-Events bis hin zu Live-Streams, die von Millionen Zuschauer:innen verfolgt werden. Gleichzeitig ist unübersehbar, dass Fortnite längst mehr als nur ein Spiel ist: Es ist eine Plattform, ein Ökosystem, in dem Community-Bindung und kommerzielle Interessen eng miteinander verknüpft sind. Ich durfte dabei zugucken, wie der Bekannte (als Spieler „Syles fnx“) an einigen Ständen die Blicke anderer durch sein Spiel auf sich zog. Plötzlich schien das Versprechen einer Profi-Spieler-Karriere nicht mehr in unerreichbarer Ferne, zumal die Stars der Szene auch ganz nah über die GamesCom liefen und mit Fans sprachen. Natürlich hat jeder von ihnen auch noch ein zweites Standbein. Sei es eine eigene Hardware-Linie oder ein Sponsoring durch einen Hardware-Hersteller. Auch wenn dieser Aspekt kritisch gesehen werden kann, lässt sich die Faszination nicht leugnen. Fortnite hat geschafft, was nur wenigen Spielen in der Geschichte gelungen ist: Es ist zu DEM Event des Jahrzehnts geworden. Damit gibt Fortnite auch einen Ausblick darauf, welche Rolle Spiele künftig in der Popkultur einnehmen können. Ob in zwanzig Jahren noch jemand Fußball schaut eher oder die Übertragung der neuen Spiele? Ich bin sehr gespannt!

So blieb die Messe letztlich ein Erlebnis der Gegensätze: Auf der einen Seite standen die Strahlkraft weniger großer Marken und die überwältigende Präsenz eines Phänomens wie Fortnite. Auf der anderen Seite waren es die stillen, leidenschaftlichen Stimmen kleiner Studios, die mit frischen Ideen und neuen Ansätzen begeistern konnten. Genau dieser Spagat machte für mich den Besuch lohnenswert und aufregend. Und auch wenn ich am Sonntag Abend nicht mehr wirklich laufen konnte, bin ich doch mit einem glücklichen Grinsen von der Messe gegangen. Und dem festen Vorsatz, das im nächsten Jahr nochmal zu machen. Und ein Schmankerl noch zum Schluss: auch Szene-Großmeister Jörg Langer war da und hat für seine Zeitschrift Retro-Gamer Werbung gemacht. Meine Gamestar Nr. 1 hat er aber nicht signiert. Ich hatte sie zu hause vergessen. Auch deswegen muss ich nächstes Jahr wieder hin.

Und auch die alten Hasen (wie ich) kamen auf ihre Kosten, wenn Szene-Urgestein Jörg Langer erzählt.

Starfield

Jetzt habe ich ein paar Zeilen zu dem mittlerweile nicht mehr ganz neuen Blockbuster „Starfield“ geschrieben. Ein richtig gutes Rollenspiel der alten Schule oder doch wieder nur ein lauwarmer Aufguss mit mehr vom Alten?

Nachdem ich es nun eine Weile schon spiele, will ich mich ein wenig über Starfield auslassen. Ich werde, wie üblich, nicht so sehr auf die technischen Finessen eingehen, sondern darauf, warum ich das Spiel so schön und fesselnd finde.

Zunächst aber erst einmal eine Schublade, in die wir Starfield schieben können: Starfield ist ein Rollenspiel der ganz klassischen Art. Ich entwickele meinen Charakter, ich treffe mit ihm Entscheidungen und je nachdem wie mein Charakter aufgebaut ist, hat er bestimmte Stärken und Schwächen. Und schon damit hatte mich das Spiel – endlich mal wieder ein Spiel, bei dem ich zur Not mich auch aus einer Situation rausquatschen kann? Wunderbar.

Mein Charakter, schon weiter im Spiel – die dicke Wumme hat man nicht direkt am Anfang.

Worum geht es also? Storytechnisch werden wir sehr schnell und sehr unsanft ins kalte Wasser geworfen: bei einem normalen Tag in der Miene auf irgendeinem Planeten finde ich ein merkwürdiges Artefakt und als mein Charakter es berührt, sieht er seltsame Farben und hört Musik. Kein schlechter Tripp. Kurz darauf findet ein seltsamer Typ meinen Aufenthaltsort und mit ihm auch ein Haufen Piraten. Der freundliche Typ schenkt mir nach einem heftigen Feuergefecht mit den Piraten schwer verletzt seinen Roboter und sein Schiff und beauftragt mich zu einem Planeten zu fliegen, mich einer Gruppierung anzuschließen und für die Gruppe weitere Artefakte zu finden. Das mache ich jetzt seit 16 Stunden Spielzeit mit wachsender Begeisterung, in einem wunderbar abwechslungsreichen Universum in dem ich gefühlt Stunden damit zubringen könnte, die Flora und Fauna zu erkunden und zu erforschen. Das dass später tatsächlich eine interessante Beschäftigung wird, dazu später mehr.

Warum ich das aber am Anfang nicht mache? Weil ich irgendwie auch mit den eigentlichen Questen weiterkommen will. Dabei glaube ich, dass ich bislang nur an der Oberfläche gekratzt habe. Fremde Welten erforschen, mehr Artefakte finden, einen Banküberfall beenden, Vater und Sohn zusammenbringen – und dann den Sohn bitten, den Vater abzulenken, damit ich eine Karte stehlen kann. All das sind Missionen, die ich schon erledigt habe. Was ich noch nicht erreicht habe, ist, dass ich eine Kolonie gebaut habe oder mir eine Flotte zusammengestellt habe. Aber ich habe immerhin schon Vater und Mutter besucht. Letzteres war eine Queste, die ich aufgrund eines Perks in der Charaktererschaffung erhalten habe.

So trostlos sieht es oberhalb der Minen aus – da hätte man auch gleich unten bleiben können

Thema Flotte: in Starfield gibt es eine Vielzahl an Fliegern, die sich in unterschiedlichen Eigenschaften unterscheiden. Sie bilden das Rückrad unserer Reiseaktivitäten. Sie können z.B. im Bereich der Bewaffnung ausgebaut werden, der Laderaum kann gegen das Scannen auf Schmuggelware abgeschirm werden und und und. Da es auch immer wieder zu unerfreulichen Begegnungen mit Piraten oder anderem streitlustigem Volk kommt, ist es sinnvoll, seinen Flieger auch ein wenig in Schuss zu halten und gegebenenfalls auch frhzeitig auszubauen. Oder durch eine der Questen einfach einen richtig guten finden. So ist es mir ergangen.Was ein Glückspilz!

Endlich im Pilotensitz des eigenen Fliegers Platz nehmen.

Man kann sich natürlich auch auf die „dunkle Seite“ schlagen und dann fremde Schiffe kapern und diese in die eigene Flotte integrieren. Was aber mit der eigenen Flotte noch möglich ist, habe ich noch nicht ergründet, da ich bislang nur einen Flieger habe. Den alten habe ich verkauft um den neuen besser auszurüsten – Zusatzgeschütz und geschützter Frachtraum. Ein Schelm wer böses denkt.

Aber nicht nur den eigenen Vogel muss man ausrüsten. Auch sich selber und das Team, dass mit fortschreitendem Spielverlauf immer größer wird, habe ich im Auge. Klassische Rollenspieler-Marotten treten plötzlich wieder bei mir zu tage, in dem ich erhebliche Zeit darin investiere, die Ausrüstung der Crew durchzuwechseln und so für jeden das Beste rauszusuchen. Wobei ich auch schon das Gefühl hatte, dass sich die NPCs manchmal auch einfach selber zu einer besseren Waffe verhelfen. Das muss ich allerdings noch einmal „In Flagranti“ erleben, um es mit Sicherheit sagen zu können. Wie in den meisten Rollenspielen hat die Ausrüstung erheblichen Einfluss auf die Charakterwerte der Figuren. Mit Rüstungen, Helmen, Rucksäcken, und Waffen staffieren wir die Leute aus. Neue Ausrüstung können wir, wie üblich, looten oder kaufen. Dabei fällt mir eine Queste ein, bei der ich in einem Händlerviertel die Einheit der Händler wieder herstellen konnte, so dass sie eine geschlossene Linie gegen die erpresserische Gruppe an Wächtern stellen. Mit viel Gesprächen zwischen den Händlern habe ich so einen kleinen Aufstand angezettelt. Was mir leid tat, da ich selbiges Händlerviertel weiter päter im Spiel sehr in Mitleidenschaft ziehe, wenn ich vor einem übermächtigen Gegner durch das Viertel flüchte.

So sieht ein stolzer Großwildjäger aus. Sam Coe ist einer der ersten Begleiter. Und er hat eine sehr interessante Geschichte.

Alle Aktionen und Unternehmungen werden dabei stetig von meinen Begleitern kommentiert und beurteilt. Manche Aktionen stoßen auf Gegenliebe für andere Aktionen handele ich mir böse Worte ein. Insgesamt finde ich die Interaktion mit den NPCs meiner Party sehr gelungen. Jeder hat eigene Vor- und Nachteile, bringt eigene Erlebnisse und Geschichten mit ein und bereichert so das Erlebniss im Spiel. Dabei schont mich das Spiel nicht mit einschneidenden Erlebnissen, wenn es um die Party geht. Das Spektrum reicht da von der oben schon angesprochenen Geschichte rund um Vater und Sohn, die ich nach und nach erfahre und mich einmischen könnte. Eine andere Geschichte bahnt sich bei mir gerade mit einem anderen Crew-Mitglied an, dem ich anscheinend ein paar Mal das Gefühl gegeben habe, dass ich sie verstehe – jetzt fängt sie an, mich anzuflirten. Ich bin noch nicht sicher, wie ich damit umgehen soll. Ich werde also erst einmal auf Zeit spielen und hoffe, dass sich die Zuneigung dadurch nicht in Abneigung umschlägt.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weiter geht mit meiner Gruppe und der Artefakt-Sammlung.

Ich bin McSnake und ich bin Teil der Constellation.

Mein neues Suchtfutter

Hades – Gott der griechischen Unterwelt – ist nicht nur Name sondern bereitet auch das Szenario des Spiels. Nach der griechischen Mythologie war es das Hauptanliegen des Gottes sicherzustellen, dass keiner der Bewohner der Unterwelt diese wieder verlässt. Was liegt da näher als in die Rolle eines Sohnes von Hades zu schlüpfen und so das unmögliche Versuchen: aus der Unterwelt zu entkommen.

Es gibt ein neues tolles Spiel, dass ich sehr gesuchtet habe. Zunächst auf dem PC und seit kurzem auch auf der XBox. Die Rede ist von „Hades“, einem Diablo-like Dungeon Slasher von Supegiant Games. Supegiant Games hat es dabei nach „Bastion“ und „Transistor“ wieder ein Spiel geschaffen, das trotz der eigentlich bekannten Spielmechaniken ein ganz eigenen Flow entwickelt. Supegiant Games haben sich 2009 in San Francisco/USA gegründet und beschäftigen (laut Wiki) derzeit rund 20 Mitarbeiter.

Aber mal eins nach dem anderen.

Ein Schwarzes Bild in dessen Mitte der Hauptcharakter in einen Blutpool fällt
Mit dem Tod des Spielcharakters in Hades muss man sich anfreunden

Hades – Gott der griechischen Unterwelt – ist nicht nur Name sondern bereitet auch das Szenario des Spiels. Nach der griechischen Mythologie war es das Hauptanliegen des Gottes sicherzustellen, dass keiner der Bewohner der Unterwelt diese wieder verlässt. Was liegt da näher als in die Rolle eines Sohnes von Hades zu schlüpfen und so das unmögliche Versuchen: aus der Unterwelt zu entkommen.

Geholfen wird mir dabei von verschiedenen Göttern, die mir besondere Fähigkeiten und andere Boni geben. Damit ausstaffiert lerne ich bei jedem Zyklus neue Eigenschaften und kann verschiedene Waffen frei schalten. Denn das gehört zu den Besonderheiten des Spiels: ich sterbe. Immer und immer wieder. Für den Sohn des Gottes der Unterwelt ist das vor allem eins: lästig. Und so beschwert sich mein Protagonist auch bei jedem Respawn über das, was ihm zuvor widerfahren ist.

Ein Screenshot aus dem Spiel HAdes mit einer Dialogbox eines Gesprächs mit Ares
Zu bestimmten Anlässen lassen die Bewohner des Olymps dem Charakter etwas Gutes zukommen.

So stupide die Mischung aus Rogue-Like, Diablo-Clone und repetetiven Aufgaben klingt, so witzig und motivierend ist es doch. Fähigkeiten, die ich steigerte, behalte ich nach dem Tot, genauso wie die Ausrüstung. Dadurch werden die anfänglich schwierigen ersten Räume immer leichter, bis man sich irgendwann bis in die zweite Welt durch gekämpft hat. Die Räume, die ich nacheinander abarbeite, sind zufällig generiert und halten so immer wieder Überraschungen bereit. Ob es dann immer noch mythologisch korrekt ist, ist dann auch egal. Es macht einfach einen Heidenspaß. Besonders das Element des Wiederkehren nach dem Tot wird immer wieder aufgegriffen und manche Bossgegner gehen darauf ein. „Du schon wieder“ tönt es mir da manchmal entgegen.

Darüber hinaus gibt es einige netten Nebenszenarien und -Geschichten, die ich verfolgen kann, indem ich mit verschiedenen NPCs spreche und so ihre Geschichte erfahre und möglicherweise auch Nutzen daraus ziehe. Besonders mich mit dem dreiköpfigen Wachhund Zerberus anzufreunden treibt Hades auf die Palme – und macht mir damit besonders Spaß.

Hades erfindet das Rad ganz sicher nicht neu und auch die Grafik ist keine High-end-Grafik a la The Ascend. Das wird aber mehr als wett gemacht mit einer schon erzählten Geschichte, stimmiger Vertonung, lustigen Nebengeschichten und interessanten NPCs.

Ein Screenshot aus Hades mit einer typischen Spielszene
Nicht die schönste Grafik aber sehr atmosphärisch und stimmig

Darüber hinaus ist die Geschichte vom Sohn, der sich offen gegen seinen Vater auflehnt und versucht seinen eigenen Weg zu machen irgendwie auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Nicht, daß sich jeder dafür mit einem Schwert durch große Mengen an Unterwelt – Monster arbeiten sollte, aber die Herkunft der Eltern, unsere Geschichte und die Auseinandersetzung mit Erwartungen der Eltern, eigenen Zielen und dem Weg dorthin – das sind sehr wohl mit denen sich wohl jeder auseinandersetzen sollte.

Ein Screenshote auf dem eine KAmpfszene in HAdes zu sehen ist
Kämpfe gehen in Hades schnell von der Hand, erfordern aber ein gewisses Maß an Timing

Fast vier Jahre mit der XBOX Series X

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Tage länger werden, beginnt die Zeit, in der man auf das vergangene Jahr zurückblickt und ein wenig resümiert. Und in der man sich an den dunklen Abenden wieder eher den Videospielen widmen kann. Mein Jahr in Videospielen war wieder geprägt von Konsolentiteln, hatte ich mir doch vor vier Jahren extra eine Series X Box gekauft.

Ausschlaggebend war für mich die Kombination mit dem PC, die angekündigten plattformübergreifenden Speicherstände und nicht zuletzt das Abo-Angebot „XBox Gamepass Ultimate“, dass mir für unter 20 Euro im Monat Zugriff auf viele Spiele gibt. Viele davon sogar top aktuelle Neuerscheinungen. Und natürlich das Spielestreaming, dass mich ja nun schon eine Weile fasziniert.

Und ich muss sagen, dass ich die Entscheidung nicht bereue. Ich habe eine nicht enden wollende Menge an Spielen, aus denen ich wählen kann und das zu einem sehr vertretbaren Preis. Und auch wenn man sagt, dass die XBox nicht die großen Exklusiv-Titel hat, fühle ich mich dennoch immer gut unterhalten. Dazu tragen viele alte und neue Spiele bei – und die Kooperation mit EA tut sein übriges, um das Spieleportfolia zu erweitern. So kann ich mich voll im StarWars-Universum austoben. Ob in den Battlefront-Spielen oder bei Squadrons. Aber auch die Battlefield-Spiele stehen über die Kooperation zur Verfügung. Ob man Shooter allerdings sinnvoll an einer Konsole spielen kann, wage ich immer noch zu bezweifeln.

In der ganzen Zeit gab es eine stete Enwicklung in der XBox, was sich auch auf den Mehrfach deutlich veränderten Oberflächen zeigt. Mittlerweile hat die XBox-Oberfläche wieder einen Punkt erreicht, den ich gut und sinnvoll nutzbar finde. Ich kann schnell in die letzten Speiel springen, kann mir eigene Gruppen anlegen und kann Spiele auf den „Start-Bildschirm“ legen, so dass ich immer sehe, was sich tut, wer gerade spielt und ob es aus der Community dazu ein paar Stimmen gibt. Insgesamt sieht die Oberfläche aufgeräumt und funktional aus. Die wenigen Optionen zur Personalisierung betreffen vor allem Hintergründe und Farbschemen sowie die angesprochene Aufteilung auf dem Screen. Insgesamt wirkt die XBox-Oberfläche damit aufgeräumter als das XBox-Game-Interface auf dem PC, dass ich von Zeit zu Zeit als unübersichtlich und kleinteilig empfinde.

Aber mal zum Kern: die Spiele. Auch wenn man Microsoft immer wieder vorwirft, dass sie durch die fehlenden Exklusiv-Titel keine eigene Linie in der Spiele-Welt haben, finde ich das überhaupt nicht schlimm. Dadurch, dass die meisten Spiele nicht Konsolen- oder PC-Exklusiv sind, habe ich immer eine sehr gute Auswahl an unterschiedlichen Spielen, die ich mal auf der Konsole, mal auf dem PC spielen kann. Ich brauche dabei keine exklusiven Titel, die sich nur im Silo „XBox“ spielen lassen. Vielmehr macht das ja den Reiz aus, da ich zwischen PC und Konsole wechseln will.

Durch die vielen Firmen-Käufe, die Microsoft in der Vergangenheit getätigt hat, steht entsprechend ein breites Spektrum an Spielen zur Verfügung und besonders alte Spieleklassiker, die für die Konsole neu aufgelegtwerden, sind für mich dabei eine besondere Freude. Day of the Tentacle oder Full Throttle seien nur als zwei Beispiele genannt. Ja, vielleicht bin ich auch ein Anhänger der Lucas-Arts-Adventures (Gri Fandango gibt es auch!).

Fullthrottle Remastered als Teil des XBOX Spiele Abos. Das Spiel ist inhaltlich gleich, wurde nur an die Controller und die neue Grafik angepasst.

Und auch viele neue Spiele finden regelmäßig ihren Weg in die Bibliothek vom GamePass. So bezeichnet Microsoft den eigenen Spiele-Service, der eine Spiele-Flatrate für ausgesuchte Spiele beinhaltet sowie die Optionen, die Spiele Plattformübergreifend und als Streaming auf dem Handy zu spielen. Da habe ich tatsächlich den Vorteil, dass ich in viele Spiele völlig problemfrei reinschauen kann, bevor ich sie ersthaft Spiele. Gerade die kleineren Spiele, wären ansonsten eher unter meinem Radar gewesen. Auch wenn ich denke, dass es wirtschaftlich sicherlich nachteiliger für die Indie-Entwickler ist, als wenn ich die Spiele zum Vollpreis kaufe – aber hier muss ich selber noch ein paar Recherchen machen um zu sehen, wie es sich wirklich darstellt. Jedenfalls war ich hoch erfreut, dass ich die alten Lucas-Arts-Spiele auf Konsole und PC spielen kann. Das neue Monkey Island habe ich dann dank Spiele-Streaming auf meinem Handy gespielt. Anders als bei anderen Spiele-Streamern wird das Spiel dabei nicht von meiner Konsole gestreamt und muss nicht extra gekauft werden. Einzige Investition in dem Fall war ein Controller für das Handy.

Der sieht ja aus wie … das IST Guybrush Threepwood – und der nervige Stan

Nicht desto trotz hat Microsoft auch eine ganze Reihe eigener Entwicklungen und Spiele, die man in dem Zusammenhang als Exklusiv-Titel bezeichnen kann. Angefangen bei der wunderbar rührenden und spielerisch herausfordernden Ori-Reihe, bei der wirklich beide Spiele sehr viel Spaß machen. Dann folgen die Rennspiele aus dem Forza-Universum, die gefühlt jedes Jahr ein neues Spiel bekommen. Und zwischendrin verschiedene Erweiterungen, die es ermöglichen, z.B. in einer Lego-Welt zu spielen. Apropos Lego: das Lego-Franchise finde ich großartig und es ist im Gamepass integriert. Aber zurück zu den Exklusiv-Titeln, zu denen auch die sehr gute Spielereihe um Senua gehört oder eben der Flight-Simulator.

Mein Fazit ist, dass ich meine XBox und das dazugehörige „Ultimate“ Abo nicht mehr missen möchte. Vielleicht gibt es nicht so viele exklusive Titel wie bei der Playstation – aber darum geht es mir auch nicht. Ich will schöne Spiele spielen und genau das kann ich mit extrem geringer Einschränkung auch tun.