Newsletter #7

Zwischen Fallout-Rückkehr, CES-Gadgets, minimalistischen Setups und alkoholfreien Spirits geht’s in diesem Newsletter um digitale Souveränität, Open-Source-Alternativen, den Digital Independence Day und neue Plattformen wie Mastodon & Bluesky – dazu spannende Entdeckungen von winzigen Fröschen bis zum feministischen Gamingblog Mothership.

Da ist es also das neue Jahr. Frohes Neues Euch allen!

Ich habe in der letzten Zeit vor allem, dank der zweiten Staffel, meine leicht angestaubte Power Armor ausgegraben und mich wieder ins Fallout-Universum gestürzt; dabei spiele ich vor allem Fallout 4, habe aber auch mal in Fallout ’76 reingeschnuppert und habe einen gut gemachten Artikel über das Spiel nachgeholt und einen Podcast bei der Gamestar dazu entdeckt. Außerdem bin ich der Berichterstattung der CES in Vegas gefolgt, bin dadurch der Meinung, dass das „Tri-Fold“ ein extrem spannender Ansatz ist, will unbedingt mit einem Lego Smart Brick rumspielen und habe ein echtes Interesse an alkoholfreien Spirits entwickelt, die ich gerne mal probieren möchte.

Entdeckt & geteilt

  • Brachycephalus Lulai ist ein winzig kleiner, orangener Frosch. Schon alleine das finde ich äußerst faszinierend. Aber er ist wirklich klein – männliche Tiere sind 8,9 bis 11,3 Millimeter und die „größeren“ Weibchen sind 11,7 bis 13,4 Millimeter. Ja, die Kommas sitzen richtig und auch die Maßeinheit ist so gewollt. Winzig, sage ich doch!
  • T1P: wenn der Link mal wieder zu viele Zeichen frisst, kann man ihn mit verschiedenen Tools kürzn. T1P ist eine Variante, die in DEutschland gehostet wird und sich entsprechend an die gültigen Vorgaben der DSGVO hält und auch noch einen Malware- und Phishingschutz hat.
  • Nothing Phone 3: irgendwie fasziniert mich das Design des Nothing Phones 3 mit seinem Pixel-Display auf er Rückseite. Auch die Internetseite versprüht einen ganz eigenen Charme. Auch das NothingOS folgt dieser retro-pixel Optik und es würde mich echt interessieren, wie die Nutzbarkeit ist. Unterm Strich stellen die Tests dem Telefon ja eine durchaus gute bis sehr gute Note aus.
  • Mothership: ab dem 26.01. startet unter dem Namen „Mothership“ ein neues Blogportal, auf dem das Thema Gaming aus einer feministischen Brille betrachtet wird. Ich habe mich direkt zum Newsletter angemeldet und bin sehr gespannt was da kommen wird. Auf jeden Fall ein super wichtiges Thema!
  • Logbuch: Netzpolitik ist ein seit 2011 erscheinender Podcast vom deutschen Podcast Pionier Tim Pritlove zusammen mit dem CCC-Veteranen Linus Neumann. Sie diskutieren wöchentlich über die Dinge, die passiert sind und die für das Netz von Relevanz sind. Und sie haben nichts mit Netzpolitik.org zu tun.

Das Thema

Das Thema der digitalen Souveränität wird in meinen Augen immer wichtiger. Wenn ich mir anschaue, wie mit Personen verfahren wird, die Trumps Interessen im Weg stehen oder zuwiderhandeln und wie speichelleckend die großen Techkonzerne dann hinerherrennen um dem Patriarchen alles recht zu machen, wird mir ganz schlecht. In diesem Fall des Richters am Internationalen Strafgerichtshof hat es aber zumindest als Weckruf gedient, um alternative Arbeitssysteme zu installieren. Open Desk ist das Mittel der Wahl, um sich langsam aber sicher etwas resilienter aufzustellen. In der gesamten Anspannung, die es derzeit gibt, wird eines immer deutlicher: wenn wirklich amerikanische Firmen den Stecker ziehen, steht Europa derzeit im Dunkeln – also digital-metaphorisch. Auch für „uns Normalos“ heißt es also, sich vielleicht mal nach Alternativen umzusehen. Mastodon oder Blusky statt Instagram, Signal oder Threema statt WhatsApp und für die ganz verwegenen vielleicht auch ein Ubuntu Desktop mit Libre Office statt Windows und Microsoft 365? Aber wie kommt man denn dann von einem zum anderen?

Dafür gibt es eine vom CCC und von Marc-Uwe Kling initiierte Initiative, die sich dafür einsetzt, dass Menschen beim Umstieg geholfen wird. Der DID, der „Digital Independance Day“ oder auch DUT „Digitaler Unabhängigkeits Tag“, den Marc-Uwe Kling auf dem 39c3 vorgestellt hat. Ich finde, dass ist eine sehr zu unterstützende Initiative und ein sehr löbliches Ziel.

Mein Fortschritt soweit?

  • Signal und Threema sind die Haupt-Messenger
  • Ich betreibe parallel zum Windows-Spiele-Setup einen Ubuntu-Desktop mit Libre Office
  • Ich benutze Firefox und Thunderbird
  • Man findet mich bei Mastodon und bei Bluesky – aber nicht mehr bei Twitter, Facebook oder Instagram
  • Ich nutze Ecosia als Suchmaschine
  • Zu Googles Android bin ich erst einmal zurückgekehrt. Aber ich halte mir beinen Platz im /e/OS immer noch warm

Zuguterletzt sei noch auf den sehr guten und viel, viel ausführlicheren Artikel von netzpolitik.org zu dem Thema „Umstieg“ hingewiesen.

Exit

Nach so viel schwerer Kost mal wieder ein leichtes, minimalistisches Setup für den heimischen Desktop.